Kräuterschule Sonnenbraut
Klaudia Hoffmann
Sonnenbraut Kräuterpädagogik Räucherkunde

Die Sonnenbraut

Versetzen wir uns einige Jahrhunderte zurück in der vorchristlichen Zeit auf den Spuren eines alten Ringelblumennamens. Die alten Priesterinnen, die das Volk regieren, die Heilerinnen und Seherinnen leben fort in den Geschichten von weisen Frauen und guten Feen. Die Sonne war in diesen Gesellschaften heiliges Symbol des Lebens. Es wurden an heiligen Orten die Sonnenfesttage zelebriert und sollten den Menschen einen tiefen Sinn geben. Blumen die zur Zeit der wichtigsten Punkte des Sonnenlaufes durch das Jahr blühten und in ihrer Form der Sonne ähneln, galten als heilige Blumen die den Namen Sonnenbraut getragen haben. Diesen Namen gab man auch anderen Pflanzen wie dem Gänseblümchen, der Kamille oder der Wegwarte, da sie sich stark nach der Sonne richten. Sie drehen sich nach ihr, öffnen und schließen sich zu bestimmten Sonnenzeiten und wenn Regen droht, öffnen sie ihre Blüten erst gar nicht. Regenblumen nannte man die Ringelblumen ebenfalls, denn wenn um 8 Uhr morgens ihre Blüten noch geschlossen sind, kommt an diesem Tag bestimmt Regen.

Die Ringelblume war auch immer eine Pflanze der Liebe. Eine Blume die so lange und unentwegt blüht und scheinbar nicht welken will, sollte bewirken, dass die Liebe eines Menschen zu einem anderen nicht endet, sondern immer wieder neue Blüten treibt. Später bezeichnet Albertus Magnus, ein heilkundiger Bischof des Mittelalters die Ringelblume mit dem schönen Namen »Sponsa solis«

Die Sonnenbraut.

Der KRÄUTERPÄDAGOGE® ist eine Qualifizierung der Gundermannschule, die sich sowohl mit der traditionellen Kräuterkunde als auch mit der Ethnobotnik, den heimischen, nicht kultivierten Nahrungs- und Heilpflanzen, deren Vorkommen und Verwendung, sowie der Ökologie der heimischen Pflanzenwelt beschäftigt. Die Gundermannschule lehrt den aktiven Umgang mit der Natur, ökologisches Verständnis, das Erkennen biologischer und ökologischer Zusammenhänge.

Das Interesse, die Vielfalt der einheimischen Pflanzenwelt wahrzunehmen, sensibel zu sein für die Natur als Grundlage unseres Lebens, unserer Ernährung und unseres Wohlbefindens ist in den letzten Jahren bei Menschen aller Altersgruppen geweckt worden. Es ist der Wunsch vieler Menschen, biologische Zusammenhänge zu verstehen, unsere Natur auch im Sinne unserer Kinder zu erhalten und das traditionelle Wissen der Kräuterkunde wieder zu entdecken und weiterzugeben.
Um diesem großen Interesse Rechnung zu tragen, entwickelte die Gundermannschule, basierend auf langjähriger Erfahrung, den speziellen Lehrgang:

Qualifizierung von KRÄUTERPÄDAGOGEN® nach Dr. Brigitte Klemme

Ethnobotanisches Wissen, fundierte Kenntnisse der heimischen, nicht kultivierten Nahrungs- und Heilpflanzen sowie ihrer Biologie und ihrer Verwendung verbunden mit der Fähigkeit, dieses Wissen anschaulich weiterzugeben ist eine Voraussetzung, Menschen die Natur verständlich zu machen. In diesem Sinne verstehen die Kräuterpädagogen ihre Aufgabe und werden dazu beitragen, dass nachhaltig die Bereitschaft zum Sehen, Verstehen und Handeln für die Natur geweckt wird.